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Hörakustik-Lexikon

Die wichtigsten Fachbegriffe zum Thema Hören von A bis Z – einfach und verständlich erklärt.

Audiogramm, Richtmikrofon, Tinnitus: In der Welt der Hörakustik stößt man immer wieder auf bestimmte Fachausdrücke. Vor allem, wer ein Hörsystem benötigt, fühlt sich wohler, wenn er bestimmte Begriffe beim Hörakustiker bereits kennt – oder jederzeit nachschlagen kann.

Wir haben die wichtigsten Fachwörter für Sie zusammengefasst.

Hörakustik-Fachbegriffe von A bis Z

AKUSTIK

Die Akustik beschreibt die Lehre vom Schall und seiner Ausbreitung.

 

AKUSTISCHES TRAUMA

Schädigung des Hörorgans durch übermäßige Schallbelastung.

 

AKUSTISCHE RÜCKKOPPKLUNG

Audio-Effekt, der entsteht, wenn ein Schallempfänger (z. B. Mikrofon) sein eigenes verstärktes Ausgangssignal erneut aufnimmt. Pfeift ein Hörgerät beim Tragen, liegt das an der akustischen Rückkopplung.

 

ALTERSSCHWERHÖRIGKEIT

Altersschwerhörigkeit (auch: Presbyakusis) beschreibt eine üblicherweise symmetrische, mit dem Alter zunehmende, die Hochtöne betreffende Innenohrschwerhörigkeit.

 

AUDIOGRAMM

Im Rahmen eines Hörtests wird ein Audiogramm erstellt, welches das Hörvermögen in Form audiologischer Messergebnisse grafisch darstellt.

 

AUDIOLOGIE

Die Audiologie umfasst sämtliche Aspekte der auditiven Wahrnehmung (d. h. des Hörens) inklusive der Prävention, Diagnostik sowie Therapie von Hörstörungen.

 

AUDIOMETER

Diagnostisches Gerät zur Beurteilung der Hörfähigkeit.

 

BINAURALE VERSORGUNG

Eine beidseitige Versorgung mit Hörgeräten durch einen Hörverlust.

Hörakustik-Lexikon – Hörakustiker Steiermark© iStock/mladenbalinovac
Im Rahmen eines Hörtests wird ein Audiogramm erstellt, das Aufschluss über die Hörleistung gibt.

CERUMEN

Fachbegriff für Ohrenschmalz, das von den Ohrenschmalzdrüsen des äußeren Gehörgangs abgesondert wird.

 

CIC-HÖRGERÄT

CIC ist die Abkürzung für „Complete in Canal“ und beschreibt Hörgeräte, die komplett im Gehörgang getragen werden.


COCHLEA

Auch Hörschnecke/Gehörschnecke; Teil des Innenohrs, der ähnlich wie ein Schneckengehäuse geformt ist und die Rezeptoren für akustische Reize trägt.

 

COCHLEA-IMPLANTAT (CI)

Gehörprothese, die bei schwerer bis hochgradiger Innenohrschwerhörigkeit zum Einsatz kommt und Schallinformationen in Form elektrischer Impulse an den Hörnerv bzw. an das Gehirn weiterleitet.

 

CORTISCHES ORGAN

Auch: Corti-Organ oder Gehörlabyrinth; bildet in der Innenohr-Schnecke die Schnittstelle zwischen akustischen mechanischen Schwingungen und Nervensignalen.

 

DEZIBEL (dB)

Maßeinheit zur Angabe der Lautstärke bzw. des Schalldrucks.

 

DIGITALE SIGNALVERARBEITUNG

Moderne Hörsysteme werden digital programmiert und wandeln vom Mikrofon aufgenommene Töne über einen Analog-Digital-Wandler in einen binären Code bzw. in digitale Signale um. So können Hörsignale individuell auf den Träger des Hörgeräts zugeschnitten werden.

 

FM-SYSTEM

Drahtlose Signalübertragungsanlage (bestehend aus Sender und Empfänger), das Signale über frequenzmodulierte Funksignale (FM) überträgt. Der Sender ist in diesem Fall die sprechende Person, der Empfänger die Person, die das Hörgerät trägt.

 

FREQUENZ

Anzahl der Schallschwingungen pro Sekunde, angegeben in Hertz (Hz). Je größer die Frequenz eines Tones, desto höher klingt er.

 

GEHÖRKNÖCHELCHEN

Die Gehörknöchelchen Hammer, Amboss und Steigbügel sind die kleinsten Knochen des menschlichen Körpers. Sie befinden sich im Mittelohr und bilden die Gehörknöchelchenkette, die den Schall vom Trommelfell zum Innenohr weiterleitet.

Hörakustik-Lexikon – Hörakustiker Steiermark© iStock/Chainarong Prasertthai
Hören ist ein komplexer Vorgang, bei dem Ohren und Gehirn eng zusammenarbeiten.

HdO-HÖRGERÄT

HdO ist die Abkürzung für „Hinter dem Ohr“ und beschreibt Hörgeräte, die hinter der Ohrmuschel getragen werden.

 

HÖRFELD

Auch: Hörbereich bzw. Hörfläche; Grafische Darstellung des akustischen Signalbereichs, der vom Menschen wahrgenommen werden kann.

 

HÖRSCHWELLE

Untere Grenze des Hörfeldes; Schalldruck bzw. Schalldruckpegel, bei dem Töne/Geräusche gerade noch wahrgenommen werden.

 

INNENOHR

Teil des Ohres, bestehend aus Cochlea (Hörschnecke) und Gleichgewichtsorgan.

 

IdO-HÖRGERÄT

IdO (auch IO) steht für „In dem Ohr“ und beschreibt Hörgeräte, die zur Gänze innerhalb des Gehörgangs getragen werden.

 

KUGELMIKROFON

Mikrofon, dass Schall aus jeder Richtung gleichmäßig (kugelförmig) aufnimmt. Früher waren Hörgeräte mit Kugelmikrofonen ausgestattet, heutzutage kommen ausschließlich Richtmikrofone (s. u.) zum Einsatz.

 

MITTELOHR

Mittlerer Bereich des Ohres zwischen äußerem Gehörgang und Innenohr.

 

MONAURALE VERSORGUNG

Wird nur an einem Ohr ein Hörgerät getragen, spricht man von einer monauralen Versorgung. Grundsätzlich wird aber auch bei einem einseitigen Hörverlust eine binaurale Versorgung empfohlen.

 

MYRINGITIS

Entzündung des Trommelfells, verursacht durch bakterielle oder virale Infektionen.

Hörgeräte-Lexikon – Höraustiker Steiermark© iStock/peakSTOCK
Wird nur ein Hörgerät getragen, spricht man von einer monauralen Versorgen.

PÄDAUDIOLOGIE

Erfassung und Behandlung von Hörstörungen bei Neugeborenen und Kindern.

 

PSYCHOAKUSTIK

Untersucht den Zusammenhang physikalischer Schallreize und psychologischer Hörwahrnehmung – sprich, wie Schallereignisse empfunden und wahrgenommen werden.

 

RICHTMIKROFON

Mikrofon, das hauptsächlich frontal eintreffenden Schall aufnimmt und in elektrische Signale umwandelt – dadurch wird Schall aus anderen Richtungen nur reduziert aufgenommen bzw. umgewandelt. Moderne Hörgeräte sind mit Richtmikrofonen ausgestattet, da sie einen großen Teil des Umgebungslärms ausblenden und die Sprachverständlichkeit verbessern.

 

RICHTUNGSHÖREN

Auch: räumliches Hören; Fähigkeit, zu erkennen, aus welcher Richtung akustische Signale kommen.

 

Hörakustik-Lexikon – Hörakustiker Steiermark© iStock/Motortion
Hörprobleme können auch durch Cerumen (Ohrenschmalz) verursacht werden.

SCHALLLEITUNGSSCHWERHÖRIGKEIT

Bei dieser Form der Schwerhörigkeit ist der Luftleitungsweg (Gehörgang, Trommelfell, Gehörknöchelchen) gestört – etwa durch Cerumenpfropfen im Gehörgang.

 

SONOGRAMM

Grafische Darstellung von Schallwellen.

 

SPRACHAUDIOMETRIE

Untersuchung der Fähigkeit einer Person, Sprache in einer bestimmten Lautstärke zu verstehen.

 

STIMMGABELTEST

Neurologischer bzw. audiologischer Test zur Untersuchung des Gehörs oder der Nervenfunktion.

 

TINNITUS

Auch: Tinnitus auris; Ohrgeräusche (Klingeln, Pfeifen, Sausen, Klopfen), die keiner externen akustischen Quelle zugeordnet werden können, sondern nur von der betroffenen Person wahrgenommen werden.

 

TROMMELFELL

Teil des Mittelohres und Abschluss des äußeren Gehörgangs; 0,1 mm dicke Membran, die durch Schallwellen in Schwingung versetzt wird und überträgt diese an die Gehörknöchelchen überträgt.

 

VENTING

Belüftungsbohrung im Ohrpassstück eines Hörgerätes – zur Belüftung des Gehörgangs, Reduktion des Okklusionseffektes (s. o.) sowie von Hintergrundgeräuschen für ein natürlicheres Klangerlebnis.

 

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